Blutzucker in Ausnahmesituationen
2. März 2007 | Von Martin Enzenhoefer | Kategorie: Gesundheit
Auch bei gut geschulten Diabetikern können besondere Ereignisse und Umstände den Blutzucker durcheinander wirbeln. Wie sich Betroffene darauf einstellen können, verrät Dr. med. Ingrid Helmstädter, Fachärztin für Innere Medizin und Diabetologie, in der aktuellen Ausgabe der »Neue Apotheken Jllustrierte«. Bei Virusinfekten mit Fieber, die beim Diabetiker den Blutzucker häufig ansteigen lassen, muss der Arzt die Diabetestherapie möglicherweise anpassen. Bei einer Insulintherapie kann man mit einer Dosissteigerung die Zeit des Infektes überbrücken. Schwieriger ist das Vorgehen bei einer Tablettentherapie. Hier entscheidet der Arzt je nach Art der eingesetzten Wirkstoffe über weitere Schritte. Die Blutzuckerwerte steigen aber nicht nur durch Infektionen, sondern beispielsweise auch, wenn man Diabetikern Kortisone in Tablettenform oder als Spritze gibt, etwa bei Rheuma oder Asthma. Bei einer intensivierten Insulintherapie lässt sich der Blutzuckeranstieg durch eine Korrekturdosis Insulin beheben. Gut zu wissen: Kortisone in Hautsalben oder Sprays und Pulvern zum Inhalieren wirken nur lokal und nehmen daher kaum Einfluss auf den Blutzucker. Merkliche Auswirkungen auf den Blutzucker können Urlaubsreisen haben, sei es durch die veränderte Lebensweise im Urlaub oder durch die Zeitverschiebung bei Flügen über mehrere Zeitzonen. Mit dem Arzt muss abgesprochen werden, wie sich die Diabetestherapie darauf einstellen lässt. Wichtig ist, während der Flüge und im Urlaub den Blutzucker häufiger als sonst zu messen. Tipps und Informationen dazu, und auch zum Umgang mit Blutzuckerschwankungen bei Sport und durch eine Schwangerschaft, stehen in der »Neuen Apotheken Jllustrierten« vom 1. März 2007. Das Heft liegt in vielen Apotheken zum Mitnehmen aus. Außerdem in diesem Heft: Checklisten Heuschnupfen +++ Schmerzen: Expertenrat zu 19 Leserfragen +++ Gut sehen ab 50: Die Netzhaut im Fadenkreuz. Originaltext: Neue Apotheken Illustrierte

