Männer können ebenfalls Brustkrebs bekommen
29. November 2007 | Von Martin Enzenhoefer | Kategorie: Gesundheit
Brustkrebs eine Diagnose die auch für Männer eine gefährliche Geschichte. Darum sollten Männer, sobald ihnen eine unregelmäßig geformte und schmerzlose Verhärtung an ihrem Brustgewebes auffällt, ihren Hausarzt aufsuchen. Meist findet sich diese unter oder in der Nähe der Brustwarze. Große Vorsicht ist auch geboten, wenn sich die Brustwarze selbst oder ihr Vorhof verändert. So kann es beispielsweise vorkommen, dass sich die Warze nach innen zieht oder bei Sportlicher Aktivität wund gescheuerte Warzen nicht mehr heilen wollen. Auch wenn Flüssigkeit austritt oder die Lymphknoten in der Achselhöhle für längere Zeit vergrößert und verhärtet sind, ist unbedingt der Rat des Arztes einzuholen. Sollte sich der Verdacht bestätigen, müssen Betroffene früher oder später einen Fachmediziner in einem Brustzentrum an einer Frauenklinik aufsuchen. Die Brustkrebs-Risikofaktoren eines Mannes sind ebenso vielfältig wie bei Frauen. Häufig sind es hier hormonelle Probleme, die unterschiedliche Ursachen haben können. Dazu zählen unter anderem Hodenschäden, Leberschäden sowie auch sehr starkes Übergewicht. Auch ein vererbtes Risiko kann hier oftmals nicht ausgeschlossen werden. Wie bei Frauen kommt der spezifische Krebs auch bei Männern meist im fortgeschrittenen Alter vor. Während Frauen durchschnittlich mit 63 Jahren erkranken, liegt das Durchschnittsalter der Männer bei 70 Jahren. Das hat nach Ansicht des Krebsinformationsdienstes des Deutschen Krebsforschungszentrum aber möglicherweise damit zu tun, dass Brustkrebs bei Männern leider oft erst im fortgeschrittenen Stadium festgestellt wird. Um die bestmögliche Behandlung zu erhalten, sollten Männer mit der Diagnose Brustkrebs wie betroffene Frauen ein zertifiziertes Brustzentrum aufsuchen. Denn dort werden Radikaloperationen, wie sie früher bei Frauen üblich waren und heute auch bei Männern vorgenommen werden, weitgehend vermieden. Nach Aussage von Dr. Christian Rudlowski von der Universitätsfrauenklinik in Bonn gegenüber der “Medical Tribune” reicht oft die lokale Tumorentfernung aus. Je nach Befund der Lymphknotenuntersuchung muss nicht immer der Hauptknoten im Achselbereich entnommen werden. Rudlowski Ansicht nach können die schonenden OP-Verfahren, die Frauen mittlerweile zugute kommen, auch bei Männern angewendet werden. Orginaltext: Yahoo.deBrustkrebs - Männer unbedingt zur Vorsorge Untersuchung

